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Sehr gelungen
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Auf eine Hörspielfassung des David Copperfield mußte man sehr lange warten. Die alten Hörspiele der 70er Jahre boten nur Ausschnitte aus dem Roman, hier sind alle wesentlichen Handlungsstränge vorhanden, nur ein paar kleine Nebenhandlungen fehlen, die findet man aber auch in den verschiedenen Verfilmungen nicht, und sie machen auch nicht den Wert des Romans aus. Natürlich ist es nicht ganz einfach, sich durch die Fülle von Handlungssträngen und Personen, die teilweise nur wenig miteinander verknüpft sind, durchzufinden, aber wer sich auf dieses vierstündige Hörspiel richtig einläßt, hat damit ein wirkliches großes Hörvergnügen, in dem sich komische, sentimentale und teilweise tieftraurige Ereignisse miteinander mischen. Die Sprecher sind exzellent, vor allem Markus Meyer , der sehr deutlich macht, dass die "Festigkeit", die David Copperfield immer erreichen soll (und will) denn doch nicht das Ding dieser Figur ist. Gerade durch die Weichheit seiner Stimme wird das sehr deutlich. Neben ihm gleichwertig Jens Wawrczeck als Uriah Heep und Thomas Hatzmann als Steerforth und natürlich Ingrid Andree als Tante Betsey. Auch die anderen Darsteller sind hervorragend (Sunnyi Melles, Judith Rosmair, Dagmar Laurens, Walter Renneisen, Dietmar Mues). Dass die in Yarmouth spielenden Szenen teilweise in plattdeutsch gesprochen werden, paßt zur Charakterisierung der Rollen sehr gut (Winfried Dziallas, Erkki Hopf). Am schwersten hat es Ulrich Noethen, denn die Rolle des Micawber ist rein akustisch nicht einfach herüberzubringen, aber auch er gibt sein Bestes, und es gelingt
Eine Rezension von Werner Ganske "wernerganske" > Hannover
vom 29. März 2007 |